Blumen die Freundschaft schlossen: Blumenstrauß, Unbekannt, Zeichnung, um 1930

Gaukler, Tänzer, Träumer dominieren bis Anfang der dreißiger Jahre das Bild. Formal ist es die Spannung zwischen Gleichförmigkeit und Andersartigkeit, zwischen Wiederholung und Varianz, mit der hier gespielt wird: Die jeweiligen Angehörigen bestimmter Ethnien oder der fiktive Stamm der »Tellerköpfe« — werden in sich homogenisiert und physiognomisch kaum unterschiedlich dargestellt; Reihungen heben die Gleichförmigkeit noch hervor. Zugleich sind die Völker und Gruppen mit ihren jeweiligen klischeehaften Zügen deutlich gegeneinander abgegrenzt. Damit spiegeln die Zeichnungen orientalistische und primitivistische Zeitströmungen, wie sie auch viele andere Künstler der Moderne aufgriffen. Gleichzeitig lässt sich auch hier eine Analogie zu einem Stilmittel der altägyptischen Kunst feststellen

Objektdetails

Titel

Blumen die Freundschaft schlossen: Blumenstrauß

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

um 1930

Objektbezeichnung

Zeichnung

Sammlungsbereich

JMF Kunst

Ort

Berlin

Maße

23 x 14,5 cm

Material / Technik

Pastell- und Ölkreiden auf sehr dünnem elfenbeinfarbigen Papier

Signatur / Beschriftung

Blumen die Freundschaft schlossen Inschrift

Literatur

Werkverzeichnis der Bilder; Ausstellungskatalog zur Ausstellung "Else Lasker-Schüler. Die Bilder" im JMF vom 8.9.2010 bis 9.1.2011 und im Hamburger Bahnhof, Berlin, vom 21.1.bis 1.5.2011

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt

Erwerbsdatum

08.06.2007

Vorbesitz

Berliner Privatbesitz

Inventarnummer

JMF2007-0018

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