Chanukka-Leuchter, Unbekannt, Leuchter, 19. Jh.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich in der Gestaltung von Chanukka-Leuchtern eine Vielfalt an Formen. Häufig griff man aber auch auf die Formensprache aus früherer Zeit zurück wie bei diesem Wandleuchter aus der Sammlung von Siegmund Nauheim. Es handelt sich um einen aus Messing gegossenen Leuchter zum aufhängen. Die Rückwand ist mit Formen durchbrochen, die an Kirchenfenster erinnern sollen: eine gotische Rosette über einer Reihe von zwölf Hufeisenbögen. Die Aufhängung wurde als Fleur de Lys gedeutet, Symbol der französischen Monarchie. Die mittelalterliche Formensprache des Leuchters könnte darauf schließen lassen, dass er aus Frankreich stammt, dies kann jedoch nicht eindeutug bestätigt werden. Die Technik des Messinggusses wird vielmehr frühestens auf das 19. Jahrhundert datiert. Auch hier könnte es sich um ein Judaica handeln, dass Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrunhunderts für einen interessierten Sammlermarkt hergestellt wurde.

Objektdetails

Titel

Chanukka-Leuchter

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

19. Jh.

Objektbezeichnung

Leuchter

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Maße

15 x 18,5 cm

Material / Technik

Messing, gegossen

Literatur

Heuberger, Georg (Hrsg.), Die Pracht der Gebote - Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Köln: Wienand, 2006., Jüdische Brauchtums- und Kultgeräte, Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt am Main, 1977

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0

Erwerbsdatum

1987

Vorbesitz

Überweisung aus dem HMF. Ehem. Sammlung Siegmund Nauheim, Nr. 115

Inventarnummer

JMF1987-0177

Jetzt ausgestellt