
1941 sah Maillet ein halbverwittertes Gatter, in dem an Drähten Bruchstücke von Holzbrettern hingen. Er war fasziniert von dem Motiv, das ihn an einen Galgen erinnerte und das er sogleich in einem Aquarell festhielt. Später schuf er nach diesem Aquarell auch eine Radierung und ein Gemälde. Das Bild ist ein gutes Beispiel dafür, dass Maillet manchmal sehr intuitiv arbeitete und sich auch von seinem Unterbewusstsein leiten ließ. Wie in einem Vexierbild kann man in den rissigen Bretter mit ihren Astlöchern auch bedrohliche Tierköpfe erkennen. Maillet sah in Ihnen "drei Köpfe der großen Faschisten".
Objektdetails
Titel |
Der Galgen / Le Gibet, aus der Mappe Entre Chien et Loup |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
Datierung |
1960, 1971 |
Objektbezeichnung |
Aquatinta |
Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
Ort |
Verscio |
Maße |
64 x 39,3 cm |
Material / Technik |
Radierungen und Aquatinta |
Bildlizenz |
© Nachlass Léo Maillet: Daniel Maillet und Nikolaus Mayer, Foto: Jüdisches Museum Frankfurt |
Erwerbsdatum |
2. Juni 2012 |
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Inventarnummer |
JMF2012-0006-0005 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (zweite Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"