
Diese nach einer Zeichnung von 1943 entstandene Radierung zeigt wiederum das Spiegelbild des Künstlers. Allerdings ist der hier von Maillet gewählte Bildausschnitt höchst ungewöhnlich, denn sein Kopf ist durch den oberen Spiegelrahmen abgeschnitten. Diese Darstellung lädt zu unterschiedlichen Deutungen ein: spielt der Künstler auf die sprichwörtliche Kopflosigkeit an, die permanente Verfolgung und Angst bei ihm auslösen? Oder führt sein Leben unter falscher Identität dazu, dass er sein Gesicht versteckt, das wahre Ich nicht mehr zeigen will?
Objektdetails
Titel |
Kopflos / Sans tête , aus der Mappe Entre Chien et Loup |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
Datierung |
1971 |
Objektbezeichnung |
Originalgrafik |
Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
Ort |
Verscio |
Maße |
64 x 39,3 cm |
Material / Technik |
Radierungen auf Zerkall-Bütten |
Bildlizenz |
© Nachlass Léo Maillet: Daniel Maillet und Nikolaus Mayer, Foto: Jüdisches Museum Frankfurt |
Erwerbsdatum |
2. Juni 2012 |
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Inventarnummer |
JMF2012-0006-0010 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (erste Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"