Rimonim (Tora-Aufsätze), Unbekannt, Tora-Schmuck, 1890 - 1900

Dieses Paar Tora-Aufsätze stammt aus dem marokkanischen Landesinneren und spiegelt Traditionen wider, die den städtischen sephardischen Juden der Küstenregionen des Landes völlig fremd sind. Die jüdischen Gemeinden im Landesinneren Marokkos blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Sie entstanden in den Atlasregionen, Oasen und Handelszentren und bestanden teilweise aus berberischen Juden, die eng mit der lokalen Kultur verbunden waren. Viele lebten als Händler, Handwerker, Silberschmiede oder Vermittler im Sahara-Handel und verbanden Marokko mit Westafrika und dem Mittelmeerraum. Unter muslimischer Herrschaft lebten sie als geschützte Minderheit (Dhimmi) und in eigenen Vierteln, den Mellahs. Regionen wie Tafilalet wurden zu Zentren jüdischer Gelehrsamkeit und brachten bedeutende Rabbiner hervor. Im 20. Jahrhundert führten Auswanderung und gesellschaftliche Veränderungen zum Ende vieler Gemeinden.

Objektdetails

Titel

Rimonim (Tora-Aufsätze)

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

1890 - 1900

Objektbezeichnung

Tora-Schmuck

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Ort

Marokko

Material / Technik

Silber (?) eher Messinglegierung (?), gegossen, getrieben

Bildlizenz

The Cymbalista Collection of Rimonim / Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Hebert Fischer

Leihgeber*in

The Cymbalista Collection of Rimonim / Die Cymbalista Sammlung von Rimonim

Inventarnummer

Lg_Cymbalista24

Jetzt ausgestellt