Rucksack Jewish Experience , Unbekannt , Tasche, 2017

Nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren wanderten russischsprachige Juden und Jüdinnen nach Deutschland ein, die Mitgliederzahl der Jüdischen Gemeinde Frankfurt wuchs von 4.500 auf 7.000 Menschen an. Nach dem Leben in der atheistisch geprägten Sowjetunion lernten viele der jüdischen Einwanderinnen und Einwanderer in Frankfurt erstmals die religiösen Aspekte des Judentums näher kennen. Die neuen Gemeindemitglieder entwickelten vielfältige Formen jüdischer Erfahrung und Identität. Sie gründeten beispielsweise den Verein „Jewish Experience“, der ein vielfältiges Programm zur Auseinandersetzung mit der eigenen jüdischen Zugehörigkeit anbietet. Eine der Gründerinnen dieses Vereins, Polina Lissermann, begründet die Motivation für ihr Engagement mit den Worten: „Das Ziel ist, die jüdische Identität auf eine authentische Art und Weise zu vermitteln, und zwar von jungen Menschen organisiert, für junge Menschen. Das heißt nicht, irgendwie von einer Institution, nicht ideologisch geprägt, sondern wirklich aus der Gruppe heraus.“

Objektdetails

Titel

Rucksack Jewish Experience

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

2017

Objektbezeichnung

Tasche

Sammlungsbereich

JMF Gegenwartskulturen

Ort

Frankfurt am Main

Maße

47 x 36 cm

Material / Technik

blauer Baumwollstoff, blaue Baumwoll-Kordeln, weiß bedruckt

Inventarnummer

JMF2018-0024

Erwerbsdatum

22.05.2018

Vorbesitz

Sara Soussan, 1967

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY-SA 4.0

Ausgestellt

Rothschild-Palais 3. Etage, Gegenwart