Tora-Krone, Felix Horovitz, Zeremonialobjekt, 1917

Diese Tora-Krone ist ein echtes Frankfurter Original. Sie verbindet die Geschichten mehrerer Frankfurter Familien und ist Zeugnis für die Vielfältigkeit der jüdischen Gemeinden der Stadt. In Auftrag gegeben wurde die Silberarbeit von den sozial engagierten Unternehmer-Brüdern Albert und Nathan Sondheimer. Die Villa Sondheimer in der Bockenheimer Landstraße war mit ihrer Bibliothek lange eine wichtige Adresse für Frankfurter Bücherfreunde. Angefertigt wurde dieses Stück zum Schmücken einer Tora-Rolle vor Ort: In den Silberwerkstätten Felix Horovitz, dessen Vater Rabbiner der liberalen Gemeinde Frankfurts war. Zum Einsatz kam sie aber in der Synagoge Friedberger Anlage. Die gehörte zur Israelitischen Religionsgesellschaft, der orthodoxen Bewegung des Samson Raphael Hirsch, die sich in Abgrenzung zur neu entstandenen Reformbewegung bildete und von Frankfurt in die Welt strömte.

Objektdetails

Titel

Tora-Krone

Künstler*in / Hersteller*in

Felix Horovitz

Datierung

1917

Objektbezeichnung

Zeremonialobjekt

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Ort

Frankfurt am Main

Maße

43,8 cm

Material / Technik

Silber, gegossen, getrieben, graviert

Signatur / Beschriftung

Reichssilberstempel, Meistermarke: HOROVITZ Marke

Literatur

Heuberger, Georg (Hrsg.), Die Pracht der Gebote - Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Köln: Wienand, 2006.- 82, 5

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0

Erwerbsdatum

1990

Vorbesitz

1917/18 - ?: Frankfurter Synagoge, wahrscheinlich Friedberger Anlage oder Börneplatzsynagoge, ? - 1990: Verbleib unbekannt, ? - 1990: Simche Stern, Händler, Jerusalem, 1990 - dato: Jüdisches Museum Frankfurt

Inventarnummer

JMF1990-0010

Ausgestellt

Rothschild-Palais 2. Etage, Pracht der Gebote, Die Gegenwart des Tempels