
Im Herbst 1942 wurde Leo Maillet in der Provence verhaftet und in das Durchgangslager Les Milles bei Aix-en-Provence gebracht. Das Lager auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei, diente nach Kriegsbeginn zunächst als Internierungslager für deutsche und österreichische Staatsangehörige. Später nutzte die Vichy-Regierung das Lager als Durchgangslager für Jüdinnen und Juden vor der Deportation in die Vernichtungslager. Maillet verbrachte zwei Wochen voller Schikanen und Ungewissheit in der drangvollen Enge des Lagers. Dann wurde er in das Sammellager Rivesaltes verlegt, von wo er schließlich zum Zug in Richtung Auschwitz gebracht wurde.
Objektdetails
Titel |
Vor der Deportation / Avant la Déportation, aus der Mappe Entre Chien et Loup |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
Datierung |
1942, 1971 |
Objektbezeichnung |
Originalgrafik |
Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
Ort |
Verscio |
Maße |
64 x 39,3 cm |
Material / Technik |
Radierungen auf Zerkall-Bütten |
Bildlizenz |
© Nachlass Léo Maillet: Daniel Maillet und Nikolaus Mayer, Foto: Jüdisches Museum Frankfurt |
Erwerbsdatum |
2. Juni 2012 |
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Inventarnummer |
JMF2012-0006-0008 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (erste Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"