Das Gemälde mit dem fragmentierten Selbstbildnis basiert auf einer Zeichnung, die Maillet schuf, während er 1944 in den französischen Cevennen unter falscher Identität lebte. Am Tag des Aufbruchs in die rettende Schweiz zerbach er in seiner Aufregung seinen Rasierspiegel. Mit wenigen, hastigen Strichen skizzierte er das Gesicht, das sich verzerrt in den Scherben spiegelte. Dieses Motiv, in dem sich seine Zerrissenheit als Exilant und Künstler symbolhaft verdichtet, faszinierte Maillet offenbar derart, dass er es später nicht nur für dieses Ölgemälde, sondern auch für eine Radierung adaptierte.
Objektdetails
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Titel |
Der zerbrochene Spiegel |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
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Datierung |
1970 - 1989; 1944 |
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Objektbezeichnung |
Ölmalerei |
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Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
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Ort |
Verscio |
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Material / Technik |
Öl auf Leinwand |
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Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer |
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Vorbesitz |
- 01.06.2026: erworben aus dem Nachlass des Künstlers von dessen Sohn Daniel Maillet |
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Inventarnummer |
JMF2026-0041 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (dritte Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"