Etrog-Schale, Felix Horovitz, Schale, 1904 - 1905

Das siebentägige Fest Sukkot im Herbst erinnert an die Wüstenwanderung der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten. Der Tradition zufolge wird es von dem Schwenken eines Feststraußes begleitet. Er besteht aus Zweigen von Palmen, Myrte und Weide sowie dem Etrog. Diese Zitrusfrucht darf nur unbeschädigt verwendet werden. Sie wird daher in einer besonderen Schale aufbewahrt. Die hier gezeigte Schale wurde laut ihrer Inschrift für die Börneplatz-Synagoge in Frankfurt gestiftet. In der Antike wurde Sukkot mit einer Wallfahrt zum Tempel begangen und die Feststräuße wurden dort am letzten Tag um den Altar gelegt. Daran erinnern die eingravierten Weidenzweige auf der Silberschale.

Objektdetails

Titel

Etrog-Schale

Künstler*in / Hersteller*in

Felix Horovitz

Datierung

1904 - 1905

Objektbezeichnung

Schale

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Ort

Frankfurt am Main

Maße

16 x 13 x 7 cm

Material / Technik

Silber, Sandmodelguß, poliert, graviert

Signatur / Beschriftung

Reichssilbermarke; Meistermarke: HOROVITZ Marke

Literatur

Heuberger, Georg (Hrsg.), Die Pracht der Gebote - Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Köln: Wienand, 2006.- 298, 320

Leihgeber*in

Dauerleihgabe der Jüdischen Gemeinde Frankfurt G.d.ö.R.

Vorbesitz

Aus der Synagoge Friedberger Anlage [woher?]

Inventarnummer

Lg_Gemeinde11

Ausgestellt

Rothschild-Palais 2. Etage, Pracht der Gebote, Mit allen Sinnen