Hiob: Die Geschwister führen Menuchem spazieren, Rosy Lilienfeld, Zeichnung, 1931

Die Familie Singer in Roths Roman ist wie der bibilische Hiob schweren Lebens- und Glaubensprüfungen ausgesetzt: So hat das vierte Kind von Mendel und Deborah, Menuchim, eine Behinderung. Die Geschwister sind deshalb im Schtetl Hohn und Spott der Nachbarkinder ausgesetzt. „Sie schleppten Menuchim wie ein Unglück durch die Stadt.“ Charak- teristisch für Lilienfelds zeichnerisches Werk ist die flächige, reduzierte Darstellung mit ausgeprägter Konturierung und intensivem Hell-Dunkel- Kontrast. Der ihr typischen Düsterkeit setzt sie starke Lichteffekte gegen- über. Auf der Flucht vor der Verfolgung des NS-Regimes nahm Rosy Lilienfeld ihre Zeichnungen in die Niederlande mit. Gemälde und Skulp- turen der in Auschwitz ermordeten Künstlerin wurden wahrscheinlich zerstört und gelten als verschollen.

Objektdetails

Titel

Hiob: Die Geschwister führen Menuchem spazieren

Künstler*in / Hersteller*in

Rosy Lilienfeld

Datierung

1931

Objektbezeichnung

Zeichnung

Sammlungsbereich

JMF Kunst

Ort

Frankfurt am Main

Maße

30,9 x 23,9 cm, Alter Passepartout 50,3 x 32,7 cm, Neuer Passepartout 50 x 40 x 0,5 cm + Glas

Material / Technik

Kohle und Kreide auf Papier, laviert

Signatur / Beschriftung

Rosy Lilienfeld 1931 Signatur

Bildlizenz

© Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Ursula Seitz-Gray

Erwerbsdatum

06.02.2012

Inventarnummer

JMF2012-0002

Jetzt ausgestellt

Zurück ins Licht. Vier Künstlerinnen - Ihre Werke. Ihre Wege.

Jüdisches Museum Frankfurt

24.11.2022 - 30.05.2023