Diese Radierung nach einer Zeichnung von 1943 ist ein ausgesprochen ungewöhnliches Selbstbildnis. Der Künstler zeigt hier nämlich nicht nur sein Spiegelbild, wie er es in dem über dem Kamin hängenden Spiegel erblickt, sondern setzt seine Figur auch über die Fläche des Spiegels hinaus fort: seine Beine ragen in den Kamin hinein und die Stuhllehne ragt über den Rahmen des Spiegels hinaus. In zahlreichen Selbstporträts zeigt Maillet den Spiegel und den ihn umgebenden Raum. Er thematisiert so nicht nur die konkreten Umstände, unter denen das Selbstbildnis entsteht, sondern auch den Akt des Sehens und Zeichnens selbst, der hier explizit als Selbstreflexion sichtbar gemacht wird.
Objektdetails
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Titel |
Im Kamin |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
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Datierung |
1969, 1943 |
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Objektbezeichnung |
Radierung |
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Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
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Ort |
Verscio |
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Material / Technik |
Radierung |
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Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer |
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Vorbesitz |
- 01.06.2026: erworben aus dem Nachlass des Künstlers von dessen Sohn Daniel Maillet |
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Inventarnummer |
JMF2026-0050 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (dritte Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"