Unmittelbar nach Kriegsende schuf Léo Maillet einige Porträtzeichnung von Überlebenden des Konzentrationslagers Theresienstadt. Einige Jahre später griff er diese Porträts sowie die während seiner Flucht und Verfolgung entstandenen Arbeiten wieder auf und setzte sie in Gemälde und Radierungen um. Die so entstandenen Bilder sind einerseits künstlerische Reflexionen des eigenen Schaffens und andererseits Auseinandersetzungen mit der eigenen Verfolgung. Dass letztere bei Maillet bereits wenige Jahre nach dem Kriegsende einsetzt, ist eher ungewöhnlich. Denn sowohl bei Überlebenden als auch im Kontext der entstehenden Erinnerungskultur begann eine intensive Verarbeitung der Schoa erst Ende der 1970er Jahre.
Objektdetails
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Titel |
Nach Theresienstadt / Betty Singer |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
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Datierung |
1971; 1945 |
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Objektbezeichnung |
Radierung |
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Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
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Ort |
Verscio |
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Material / Technik |
Radierung |
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Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer |
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Vorbesitz |
- 01.06.2026: erworben aus dem Nachlass des Künstlers von dessen Sohn Daniel Maillet |
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Inventarnummer |
JMF2026-0045 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (dritte Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"