Porträt Martha Wertheimer, Unbekannt, Fotografie, um 1938

Martha Wertheimer kam aus einem neo-orthodoxen Elternhaus und warb zeitlebens für ein selbstbewusstes Judentum. Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und Philologie wurde sie 1919 als vierte Frau an der Frankfurter Universität promoviert. Wertheimer arbeitete bis zu ihrer Zwangsentlassung 1933 für die »Offenbacher Zeitung«, später ging sie als Redakteurin nach Berlin. Sie war engagierte Streiterin für Frauenrechte, schrieb auch Kulturkritiken, Sport- und Reiseberichte. Ab 1938 organisierte Martha Wertheimer »Kindertransporte« vorwiegend nach England und rettete so das Leben vieler jüdischer Mädchen und Jungen. Im Juni 1942 wurde sie verschleppt und nahm sich vermutlich noch im Zug das Leben.

Objektdetails

Titel

Porträt Martha Wertheimer

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

um 1938

Objektbezeichnung

Fotografie

Sammlungsbereich

JMF Archiv

Ort

Frankfurt am Main

Bildlizenz

(c) Jüdisches Museum Frankfurt

Erwerbsdatum

24.06.2002

Vorbesitz

Martha Wertheimer, 1890 - 1942

Inventarnummer

B 2002/002-14a