Rimonim dieser Größe und Form werden mit hölzernen Tora-Behältern („Tik“) in Verbindung gebracht, wie sie in Tunesien und Libyen verbreitet sind. Die Tora-Behälter aus Tunesien haben einen flachen Deckel und sind oft mit bunten Blumenmustern bemalt. Einige von ihnen sind sehr reich verziert und vergoldet und tragen poetische Widmungen. In Nordafrika kamen Tora-Aufsätze in Gebrauch, die teilweise unter italienischem und möglicherweise unter spanischen Einfluss entstanden. Die jüdische Gemeinde Tunesiens ist seit dem 2. Jahrhundert u.Z. belegt und entstand durch mehrere Einwanderungswellen. Ihre Entwicklung wurde zeitweise durch antijüdische Maßnahmen eingeschränkt, erlebte unter muslimischer Herrschaft jedoch auch Phasen relativer Freiheit und kultureller Blüte. Einen prägenden Einfluss hatten die aus der Iberischen Halbinsel vertriebenen Sepharden. Mit dem französischen Protektorat ab 1881 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage der Juden, bevor sie während des Zweiten Weltkriegs unter den Vichy-Gesetzen und der Besatzung durch die Achsenmächte erneut Diskriminierung erfuhren. Nach der Gründung Israels 1948 führten antizionistische Spannungen zu einer starken Auswanderung.
Objektdetails
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Titel |
Rimonim (Tora-Aufsätze) |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Unbekannt |
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Datierung |
1890 - 1910 |
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Objektbezeichnung |
Tora-Schmuck |
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Sammlungsbereich |
JMF Judaica |
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Ort |
Tunesien |
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Material / Technik |
Silber, getrieben, durchbrochen, gegossen |
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Bildlizenz |
The Cymbalista Collection of Rimonim / Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer |
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Leihgeber*in |
The Cymbalista Collection of Rimonim / Die Cymbalista Sammlung von Rimonim |
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Inventarnummer |
Lg_Cymbalista18 |
Jetzt ausgestellt