Obwohl sie in Russland hergestellt und später von aschkenasischen Juden in Europa verwendet wurden, tragen diese Rimonim eine Inschrift, die auf die Verwendung in der Provinz Buchara (Usbekistan), genauer in der östlichsten Stadt Andischan hinweisen. Auch ihre kugelförmige Ausführung ist typisch für Rimonim aus Zentralasien. Auf den Schäften sind folgende Inschriften zu lesen: „Dies sind die Tora-Aufsätze, die gestiftet wurden von Tziyyon Rahmanof zur Erinnerung an die Seele der verstorbenen Frau Essi Esther, Tochter von Yehuda Fazil, der heiligen Gemeinde von Andidjan, [im] [5]668.” Und weiter: “Moshe Aharon ..., Miriam Tochter von Abraham Agilarof.“ Die Geschichte der Juden in Buchara reicht über 2.000 Jahre zurück. Die bucharischen Juden lebten vor allem in den Städten Buchara und Samarkand entlang der Seidenstraße. Sie bewahrten ihre religiösen Traditionen und entwickelten mit Bukhori eine eigene Sprache, die auf Tadschikisch mit hebräischen und persischen Einflüssen basiert. Die Verbindungen zwischen den Juden des Emirats Buchara und Russland waren sehr eng, und jüdische Kaufleute importierten große Mengen Silber aller Art – für den Handel und für den Eigenbedarf. Die jüdische Gemeinde von Buchara, die wahrscheinlich nie mehr als 20.000 Mitglieder zählte, war recht wohlhabend, aber etwas isoliert von anderen großen jüdischen Gemeinden. Bereits im 19. Jahrhundert wurde in Jerusalem ein für seine Zeit recht modernes Buchara-Viertel gegründet, in dem noch heute mehrere prächtige Synagogen stehen.
Objektdetails
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Titel |
Rimonim (Tora-Aufsätze) |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Unbekannt |
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Datierung |
1908 |
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Objektbezeichnung |
Tora-Schmuck |
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Sammlungsbereich |
JMF Judaica |
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Ort |
Moskau |
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Material / Technik |
Silber, durchbrochen, graviert, teilweise vergoldet |
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Leihgeber*in |
The Cymbalista Collection of Rimonim/Die Sammlung Cymbalista von Tora-Aufsätzen |
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Inventarnummer |
Lg_Cymbalista05 |
Jetzt ausgestellt