
Schames' Darstellung des ikonischen Rothschild-Parks veranschaulicht nicht nur seine tiefe Verbundenheit mit Frankfurt, sondern ist auch ein Ausdruck seiner eigenen Lebensumstände. Das Werk zeigt zwei Figuren, die während eines Gewitters außerhalb des eingezäunten Parks stehen. Die Nürnberger Gesetze von 1935 veränderten drastisch die Art und Weise, wie sich Jüdinnen und Juden in der Gesellschaft bewegen konnten und standen für die bis dahin radikalste Einschränkung ihrer bürgerlichen Rechte. Der Rothschild-Park ist auch für die Familie Schames von besonderer Bedeutung. Schames' Vater, Albert Schames, war Privatsekretär von Baron Maximilian von Goldschmidt-Rothschild, dessen Villa sich auf dem Parkgelände befand.
Objektdetails
Titel |
Straße im Herbst (Rothschildpark) |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Samson (Fritz) Schames |
Datierung |
1935 |
Objektbezeichnung |
Gemälde |
Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
Ort |
Frankfurt am Main |
Maße |
40,5 x 46 cm, 62 x 53 x 5 cm |
Material / Technik |
Öl auf Karton; Rahmen original zugehörig, vom Künstler bemalt |
Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0 |
Erwerbsdatum |
28.01.2001 |
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Inventarnummer |
JMF2001-0001 |
Jetzt ausgestellt
Rothschild-Palais 3. Etage, Kunst und Exil