Tora-Schild, Johann Adam Boller, Zeremonialobjekt, 1710 - 1730

Dieses ist ein typisches Frankfurter Schild aus der Zeit des Barocks. Es vereint die Vorgaben der jüdischen Auftraggeber mit den Gestaltungsideen des christlichen Silberschmieds. So finden sich aufgesetzte Kronen auch auf christlichen, religiösen Objekten und Alltagsgegenständen. Die Rückenplatte könnte auch für einen Kalender oder für einen Spiegel verwendet worden sein. Hingegen wurden die beiden Tafeln mit den 10 Geboten und das kleine Schildchen mit der hebräischen Aufschrift des Tora-Abschnitts für den jüdischen Verwendungszweck eingearbeitet.

Objektdetails

Titel

Tora-Schild

Künstler*in / Hersteller*in

Johann Adam Boller

Datierung

1710 - 1730

Objektbezeichnung

Zeremonialobjekt

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Ort

Frankfurt am Main

Maße

32,5 x 27 cm

Material / Technik

Silber Laubsägearbeit, getrieben, graviert, gegossen, teilweise vergoldet; vergoldetes Kupfer

Signatur / Beschriftung

Sadtbeschau: Frankfurter Adler (Scheffler, Hessen, Nr. 120) Marke

Literatur

Die Frankfurter Judengasse, Beck Verlag, München 2016- 66, Heuberger, Georg (Hrsg.), Die Pracht der Gebote - Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Köln: Wienand, 2006.- 92, 23

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt CC BY-SA 4.0

Vorbesitz

1710/1730 - ?: Verbleib unbekannt; Hersteller: Johann Adam Boller, 1952 (?) - 1987: Historisches Museum Frankfurt, 1987 - dato: Jüdisches Museum Frankfurt

Inventarnummer

JMF1987-0106

Ausgestellt

Museum Judengasse, Juden und Christen