Tora-Zeiger, Unbekannt, Tora-Zeiger, 1872 - 1922

Der Tora-Zeiger, auch bekannt als „Jad“ (hebräisch für Hand), geformt als konisch zulaufender Stab, ist kunstvoll mit silbernen Wulstringen verziert und durch streifenförmige Dekorationen sowie Rankenmotive in zwei Teile gegliedert. Am oberen Ende des Zeigers ist eine Kette mit Ring befestigt, die die Handhabung erleichtert. Eine dreiteilige Inschrift, die den Zeiger an drei Stellen ziert - unterhalb des oberen Wulstes, in der Mitte des Griffs und knapp oberhalb des mittleren Wulstes - gedenkt Abraham Zwi, Sohn von Frau Beila Schönfeld. Die Inschrift ehrt sein Andenken und illustriert die tiefe Frömmigkeit, die mit der Stiftung dieses Zeremonialobjekts verbunden ist. Interessanterweise fehlt der Name des Vaters, was ungewöhnlich ist und Fragen zur Geschichte und zum Hintergrund des Stifters aufwirft.

Objektdetails

Titel

Tora-Zeiger

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

1872 - 1922

Objektbezeichnung

Tora-Zeiger

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Maße

25 cm, Durchmesser oben 2,1 cm

Material / Technik

Silber; gegossen, getrieben, graviert, gepunzt

Signatur / Beschriftung

Stadtbeschau Wien, österreichische Marke nach 1872 Hundekopf (in: W. Neuwirth,I, S. 61, Nr. 10 Meistermarke: H.S. (in: W. Neuwirth,II, S. 240) Marke

Literatur

Heuberger, Georg (Hrsg.), Die Pracht der Gebote - Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Köln: Wienand, 2006.

Bildlizenz

Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0, Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0, Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0, Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0, , Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer CC BY SA 4.0

Erwerbsdatum

1985

Vorbesitz

1872 - 1922: Fertigung, siehe Punze, ? - ?: Verbleib in unbekannter Synagoge, ? - 1985: Privatbesitz Ignatz Bubis (1927-1999), Frankfurt, 1985 - dato: Jüdisches Museum Frankfurt

Inventarnummer

JMF1985-0035

Jetzt ausgestellt