
Nach seiner Flucht aus dem Deportationszug nach Auschwitz schlug sich Maillet nach Südfrankreich durch. Er gelangte schließlich in die Cevennen und lebte dort mit falschen Papieren, die ihn als Elsässer auswiesen, als Ziegenhirte. Da er dort nur mit einfachsten Materialien, darunter Kaffee, Wein und Blut, malen und zeichnen konnte, entstand die Radierung wohl erst nach dem Krieg nach einer Zeichnung aus dieser Zeit.
Objektdetails
Titel |
Ziegen und Hirten |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
Datierung |
1943 |
Objektbezeichnung |
Kaltnadelradierung |
Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
Ort |
Südfrankreich |
Maße |
31,5 x 49 cm |
Material / Technik |
Kaltnadelradierung |
Signatur / Beschriftung |
signiert und datiert in der Platte (spiegelverkehrt): 27.4.42 Leo M bezeichnet unter der Darstellung: 42/100 Leo Maillet 43/81 Inschrift |
Bildlizenz |
© Nachlass Léo Maillet: Daniel Maillet und Nikolaus Mayer, Foto: Jüdisches Museum Frankfurt |
Erwerbsdatum |
1987 |
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Inventarnummer |
JMF1999-0005 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (erste Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"