Maillet greift in diesem Gemälde die französische Redewendung "entre chien et loup", wörtlich: "zwischen Hund und Wolf" auf. Im übertragenen Sinne ist damit die Dämmerung gemeint, in deren Zwielicht, Hund und Wolf kaum zu unterscheiden sind und die Ungewissheit herrscht. Der Mappe, in der er zwölf Radierungen nach während seiner Flucht entstandenen Zeichnungen vereinte, nannte er ebenfalls "Dämmerung" beziehungsweise "Entre chien et loup". Denn seine eigene Situation war damals auch von extremer Unsicherheit geprägt. Obwohl er zahlreiche Unterstützer fand, die sein Überleben ermöglichten, schwebte die Gefahr der Denunziation doch permanent über ihm.
Objektdetails
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Titel |
Dämmerung / Entre chien et loup |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Léo (Leopold) Maillet |
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Datierung |
1970 - 1979; 1942 |
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Objektbezeichnung |
Ölmalerei |
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Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
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Ort |
Verscio |
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Material / Technik |
Öl auf Leinwand |
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Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer |
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Vorbesitz |
- 01.06.2026: erworben aus dem Nachlass des Künstlers von dessen Sohn Daniel Maillet |
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Inventarnummer |
JMF2026-0043 |
Jetzt ausgestellt
Léo Maillet. Der zerbrochene Spiegel (dritte Hängung)
Jüdisches Museum Frankfurt, Dauerausstellung, Raum "Kunst und Exil"