Mit Jussuf von Theben schuf Else Lasker-Schüler bewusst eine Figur der Überschreitung: Jussuf ist angeregt vom Joseph der Bibel und dem Yussuf des Korans, weist christliche und altägyptische Spuren auf und trägt weibliche wie männliche Züge. Entscheidende Anregung für ihre bildliche Selbstdarstellung als Prinz Jussuf von Theben empfing Else Lasker-Schüler im Berliner Ägyptischen Museum, wo Ende 1913 für kurze Zeit aufsehenerregende Funde der Amarna-Zeit von jüngsten Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft präsentiert wurden. Besonders die Darstellungen des Pharao Amenophis’ IV. müssen die Künstlerin beeindruckt haben, mit dessen Zügen ihr bald entstehendes Markenzeichen, der Jussuf-Profilkopf, große Ähnlichkeit aufweist.
Objektdetails
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Titel |
Prinz Jussuf von Theben |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Else Lasker-Schüler |
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Datierung |
nach 1934 |
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Objektbezeichnung |
Zeichnung |
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Sammlungsbereich |
JMF Kunst |
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Ort |
Berlin |
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Maße |
27,5 x 22,5 cm |
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Material / Technik |
Pastell- und Ölkreiden, teils laviert, sowie Tusche, mit teils farbigen Staniolpapier collagiert, über Bleistiftvorzeichnung auf dünnem glatten , elfenbeinfarbenen Zeichenpapier (von einem Skizzenblock, mit Perforation am oberen Rand). |
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Signatur / Beschriftung |
Prinz Jussuf von Theben Inschrift |
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Literatur |
Werkverzeichnis der Bilder; Ausstellungskatalog zur Ausstellung "Else Lasker-Schüler. Die Bilder" im JMF vom 8.9.2010 bis 9.1.2011 und im Hamburger Bahnhof, Berlin, vom 21.1.bis 1.5.2011 |
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Bildlizenz |
Jüdisches Museum Frankfurt |
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Erwerbsdatum |
08.06.2007 |
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Vorbesitz |
Berliner Privatbesitz |
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Inventarnummer |
JMF2007-0020 |
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