Die Form dieser Rimonim, die für Georgien spezifisch ist, wurde auch von Mitgliedern der georgischen Gemeinde in Israel verwendet. Sie tragen oft lange Inschriften, meist biblische, rituelle und amulettartige Texte, und gelegentlich (wie bei diesem Paar) Widmungen mit den Namen des Stifters und der Gemeinde sowie dem Datum der Stiftung. Die Inschrift auf dem mittleren Teil jedes einzelnen Rimon beinhaltet die Zehn Gebote und eine Amulettformel, gefolgt von: „Dieses Paar Tora-Aufsätze wurde von Hannah, Tochter von Josef, zum Gedenken an die Seele des verstorbenen Moshe, Sohn von Avraham Janashvili, gewidmet, in der Synagoge von Suram, am 8. Tischri im Jahr (5)653 (29. Sept. 1892) der kleinen Zeitrechnung; mit Gottes Hilfe, eine goldene Glocke und ein Granatapfel, eine goldene Glocke und ein Granatapfel“. Die georgischen Juden zählen zu den ältesten kontinuierlich bestehenden jüdischen Gemeinschaften der Welt. Historische Quellen belegen spätestens seit der Antike eine jüdische Präsenz im Kaukasus. Mit der Eingliederung Georgiens in das Russische Reich Anfang des 19. Jahrhunderts änderten sich die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Später, unter der sowjetischen Herrschaft wurde das religiöse Leben stark eingeschränkt, Synagogen wurden geschlossen und die Ausübung des Glaubens erschwert. In Georgien bestehen heute nur noch kleine jüdische Gemeinden, doch Synagogen, Friedhöfe und kulturelle Traditionen zeugen bis in die Gegenwart von ihrer über zweitausendjährige Geschichte.
Objektdetails
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Titel |
Rimonim (Tora-Aufsätze) |
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Künstler*in / Hersteller*in |
Unbekannt |
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Datierung |
1892 |
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Objektbezeichnung |
Tora-Schmuck |
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Sammlungsbereich |
JMF Judaica |
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Ort |
Tbilissi |
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Material / Technik |
Silber, gegossen, getrieben, graviert |
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Leihgeber*in |
The Cymbalista Collection of Rimonim/Die Sammlung Cymbalista von Tora-Aufsätzen |
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Inventarnummer |
Lg_Cymbalista06 |
Jetzt ausgestellt