Rimonim (Tora-Aufsätze), Unbekannt, Tora-Schmuck, 1800 - 1830

Diese Tora-Aufsätze sind reich geschmückt und tragen Motive, die auf den Tempel verweisen. So sind in den Kartuschen eine Menora, die Darstellung des Feueraltars, die levitische Kanne und das Becken sowie die segnenden Hände des Priesters zu erkennen. Es befindet sich eine Inschrift in Italienisch innerhalb eines der oberen, abnehmbaren Aufsätze auf dem Korpus: „Mose Levi in Gesellschaft mit seinen Brüdern.“ Die Geschichte der Juden in Parma ist weniger bekannt als die von Venedig oder Rom, reicht aber ebenfalls bis ins Mittelalter zurück und ist seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert. Wie in vielen Städten Norditaliens waren Juden zunächst vor allem als Händler, Geldverleiher, Ärzte und Handwerker tätig. Die lokalen Herrscher gewährten ihnen zeitweise Schutz. Eine wichtige Epoche begann im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft des Hauses Farnese im Herzogtum Parma und Piacenza. Die Herzöge erlaubten jüdischen Familien die Ansiedlung, da sie deren wirtschaftliche Tätigkeit schätzten. In dieser Zeit wuchs die Gemeinde und entwickelte religiöse und kulturelle Institutionen. Wie in vielen italienischen Staaten wurde auch in Parma ein Ghetto eingerichtet. Es entstand im 17. Jahrhundert.

Objektdetails

Titel

Rimonim (Tora-Aufsätze)

Künstler*in / Hersteller*in

Unbekannt

Datierung

1800 - 1830

Objektbezeichnung

Tora-Schmuck

Sammlungsbereich

JMF Judaica

Ort

Italien

Material / Technik

Silber, gegossen, getrieben, teilweise vergoldet

Bildlizenz

The Cymbalista Collection of Rimonim / Jüdisches Museum Frankfurt, Foto: Herbert Fischer

Leihgeber*in

The Cymbalista Collection of Rimonim / Die Cymbalista Sammlung von Tora-Aufsätzen

Inventarnummer

Lg_Cymbalista13

Jetzt ausgestellt